Schluss mit Ausreden

Wer hat nicht schon die riesigen Mikrofone gesehen, die mitten in die Gesichter von Trainer und Spieler gehalten werden nach einem gewonnen Fußballspiel – vielleicht noch mehr und grössere nach einem verlorenen Spiel.

Und was hört man da nicht alles an Begründungen, angeblichen Fakten und Ausreden, warum Tore nicht fallen wollten und dieser oder jener Spieler nicht die Leistung erbrachte, die von ihm erwartet wurde. Mitunter könnte meinen, der Interviewte hätte ein anderes Spiel als man selbst vor dem Fernseher gesehen.

Warum immer diese Ausreden?

Kann man nicht einfach sagen: „wir haben einen absoluten Mist zusammengespielt“, oder: „Die anderen waren dieses Mal besser und daher haben wir verloren“.

Natürlich darf ich davon ausgehen, dass Trainer und Spieler nicht während des Spiels mehrere Flaschen Alkohol ausgetrunken und daher keinen Schimmer mehr haben, was da gerade auf dem Platz passierte.

Schluss mit den AusredenAlso, wen lügt der Interviewte mehr an: den anderen oder sich selbst? Und mal ehrlich: Kommt das nicht auch im Alltag vor?

Mal angenommen, das Business, das ich betreibe läuft nicht so, wie ich es mir vorstelle. Ein Bekannter kommt auf mich zu und fragt fröhlich: „Und – läuft alles gut bei Dir? Du machst doch so eine wichtige Arbeit. Da bist Du doch sicher ausgebucht?“.

Laufe ich da nicht sehr schnell Gefahr, den Wunsch zum Vater des Gedankens zu machen und mit einem lässigen: „alles super“ genau zu wissen, dass man eben gerade nicht das kundgetan hat, was der Wahrheit wesentlich näher gekommen wäre?

Vielleicht würde ich nach dieser offensichtlichen Lüge, mir jetzt gerne selbst entgegenschmettern, dass ich sehr wohl einen guten Grund dafür habe, warum ich genau diesem Bekannten meine Sorgen nicht gestehen wollte. Damit wäre die Sache vom Tisch.

Aber stimmt das denn wirklich?

Wenn Du in stillen Minuten ganz ehrlich zu Dir bist: Ist es Dir vielleicht schon so wie im obigen Beispiel ergangen? Glaubst Du irgendwann selbst das, was Du anderen auftischst?

Hast Du insgeheim schon Durchhalteparolen probiert und das eine oder andere Geld Erfolgstrainern in den Rachen geworfen, die mit „Tschagga-tschagga“, bunten Bildern und starken Worten Deinen Erfolg in kürzester Zeit propagiert haben?

Denkst Du jeden Tag verzweifelt positiv – weißt aber insgeheim, dass Du eigentlich schon lange im Mangel bist und unter Druck versuchst Kunden beizubringen?

Sei absolut ehrlich zu Dir und höre auf, das schön zu reden, was nicht funktioniert.

Laut einer Amerikanischen Studie, in der Menschen in einer Burnout-Klinik befragt wurden (alle Selbständig), haben 70% davon angegeben, dass sie sich selbst zu stark unter Druck gesetzt hatten, mit zu hohen Zielen und zu großen Erwartungen.

Je näher die gesteckten Daten rückten und je weiter sie noch vom erwartet hohen Ziel entfernt waren, desto mehr Zwang, Druck und Mangel fühlten sie sich ausgesetzt.

Ergebnis: Noch mehr Burnout-Symptome und somit waren sie noch mehr abgeschnitten vom „Flow“ vom „Erfolgs-Fluss“.

Druck, Mangel und Zwänge werden im Gehirn als Ängste manifestiert und leben dort ein kunterbuntes Karussell der Gedanken. Diese Angst-Gedanken bringen Dein Gehirn in einen völligen Wirrwarr, Du kannst nicht mehr klar und geordnet denken, nicht mehr gut schlafen oder durchschlafen, weil Angstgedanken mehr und mehr alles überlagern.

Also – raus aus der Angst, steh auf und sei ehrlich zu Dir und zu anderen. Es ist keine Schande mal zu verlieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Na ja – das ist wohl ein altes aber im Kern nicht desto trotz richtiges Sprichwort.

Klar, wer wagt, kann auch hinfallen, scheitern. Andere können Dich auslachen und sagen „ich hab´s ja gleich gewusst“. Aber es kommt nicht darauf an, wie oft Du hinfällst. Es kommt darauf an, wie Du aufstehst, Dein Ziel weiter anpeilst und weitergehst. Glaub mir bitte: ich weiß wovon ich spreche.

Ich sage dann jeweils kurz „Danke“ zum Leben und mit meinen Erfahrungen im Gepäck, steuere ich mein Ziel weiter geradeaus an – auf einem anderen Weg, vielleicht mit einem anderen Gefährt – aber meine Segel sind immer auf mein Ziel ausgerichtet.

Also mach Schluss mit den Ausreden und zeige Dich stark!

 

Autorin: Jeannette Akermann im Juni 2018
Vitaltherapeutin/ Resilienz-Trainerin/
Fachperson für Holistische Gesundheit

Jeannette Akermann ist ausgebildet und lizensiert für die Trainingsmethode
„Erfahrungsbasierte positive Neuroplastizität“,  Dr. Rick Hanson, USA

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