Übung Die Wahl der sozialen Netzwerke

Du hast Deine (Haupt)Zielgruppe definiert und außerdem herausgefunden, wie ihre Mitglieder so „ticken“. Was Dir selbst liegt und welche Medien Du am liebsten nutzt und vor allem, mit welchen Du am liebsten arbeitest, ist Dir auch schon soweit klar. Du hast also schon so einiges herausgefunden. Nun geht es darum, diejenigen der sozialen Netzwerke auszuwählen, die die größten Schnittmengen mit Deinen Ergebnissen haben.

Nicht jedes soziale Netzwerk ist für Dich sinnvoll

Dabei gehen wir in umgekehrter Reihenfolge vor. Das heißt Du orientierst Dich im ersten Schritt daran, welche der sozialen Netzwerke Dir und Deiner Art zu arbeiten entgegenkommen. Wähle ein bis zwei Hauptkanäle in den sozialen Medien und nutze andere dann zusätzlich. Mein hauptsächlicher Social Media Kanal war über Jahre hinweg Facebook. Das hat sich geändert. Für mich ist nun Pinterest der Kanal, den ich präferiere. Aber hier handelt es sich um meine Wahl, aus meinen persönlichen Gründen und Zielen. Du musst eigene Entscheidungen treffen, die für Dich die richtigen sind. Ein wichtiger Hinweis dazu: Nichts ist in Stein gemeißelt. Du schließt keinen Vertrag auf Lebenszeit ab, sondern nimmst Änderungen vor, wann immer Du es für nötig hältst. Hier kommen jetzt erst einmal ein paar Orientierungshilfen für Deine aktuelle Wahl.

Was ist Dein Lieblingsmedium?

Schreibst Du gerne? Arbeitest Du gerne mit der Weitergabe Deiner Blogbeiträge? Dann sind Xing, LinkedIN, Bloglovin, Twitter, Googleplus, Pinterest und Facebook die Netzwerke, die Du Dir besonders ansehen solltest.

Du hast eine Vorliebe für Bilder und Grafiken? Dann sind Pinterest, Googleplus, Flickr, Instagram, Twitter und Facebook für Dich besonders interessant.

Videos sind Deine Welt? Dann wähle Youtube und/ oder Vimeo als Deinen hauptsächlichen Social Media Kanal.

Podcasts sind für Dich das Beste? Dann empfehle ich Dir, dass Du Dir Soundcloud näher ansiehst.

Wie groß ist Deine Bereitschaft zum „stand by“?

Kennst Du den Spruch „Nichts ist so alt, wie die Zeitung von Gestern“? Es gibt soziale Netzwerke in denen Du getrost sagen kannst „Nichts ist so alt, wie die Beiträge der letzten Stunde“! Das ist mit einem entsprechenden Druck verbunden, der auf Dich einwirkt. Umso schnelllebiger ein Netzwerk ist, desto mehr Aktivität wird von Dir erwartet, zum einen von Deinen Kontakten und zum anderen von der jeweiligen Social Media-Plattform.

Einige Netzwerke versuchen, insbesondere mit diversen „wichtigen“ Hinweisen, Dich zu verstärkter Aktivität zu zwingen. Um Dir dann desto leichter Werbeanzeigen verkaufen zu können, mit dem Argument, dass Du so sicherstellen könntest, aus der Masse der Meldungen hervorzustechen. Am aggressivsten geht in dieser Hinsicht übrigens Facebook vor. Von keinem anderen Netzwerk bekomme ich derart viele „wichtige Hinweise“ und das, obwohl ich die Nachrichteneinstellungen meines Profils wirklich extrem scharf vorgenommen habe.

Es gibt Hoffnung. Wenn Du Dir der beschriebenen Strategie bewusst bist, verringert sich Dein Risiko, nur noch zu reagieren, statt zu agieren. Der Haken dabei: ganz ausklinken kannst Du Dich dennoch nicht, denn das hieße mit jeder dieser Plattformen den Zugang zu einem kompletten Marktplatz zu verlieren. Stufst Du eingehende Meldungen jedoch innerlich als von vornherein in die Kategorie „Ich kann, aber muss nicht und ich will nun einmal nicht“ ein, dann kannst Du damit weit lockerer umgehen, als wenn Du Dich bei jeder Nachricht verpflichtet fühlen würdest zu antworten. Mein Tipp: Mach Dir immer wieder bewusst, dass es nicht darum geht, mit einem Freund/ einer Freundin wichtige Dinge wie die Klärung von unterschiedlichen Sichtweisen oder die Beilegung von Meinungsverschiedenheiten handelt, sondern vor allem Dingen um eins: eine Werbestrategie der jeweiligen Netzwerke!

Von hektischen und entspannten sozialen Netzwerken

Du hast schon herausgelesen, dass soziale Netzwerke zusätzlichen Stress bedeuten können. Das müssen sie aber nicht! Es hängt wirklich von Dir, Deiner Persönlichkeit und dem, was Dir Spaß macht ab, ob Du den Aufenthalt auf einer Plattform als angenehm oder als unangenehm empfindest. Ich empfehle Dir eine ganz bestimmte Strategie, um Dich dem Thema soziale Netzwerke langsam anzunähern. Lege Dir Schritt für Schritt und in der folgenden Reihenfolge diese Social Media Profile/ Konten an:

  • ein Profil auf XING
  • zwei Profile auf Pinterest (1 x als Privatperson und 1 x als Marke)
  • einen beruflichen YouTube-Kanal
  • ein Googleplus Profil und eine Google-Seite für Deine Marke (Weitere Markenseiten können später folgen)
  • ein berufliches Twitterkonto (weitere Markenkonten und ein privates Konto können später folgen)
  • ein privates Facebook-Profil (Fanpages für Deine Tätigkeit als Selbständige[r] können später folgen)

„Warum diese Netzwerke und weshalb in dieser Reihenfolge?“, fragst Du Dich nun wahrscheinlich.

Xing ist von der Taktung der geforderten Aktivitäten her moderat. Das Netzwerk hat großes Potenzial. Es geht um berufliches netzwerken und ist eine Quelle für potenzielle Zulieferer/ Kunden, sowie nicht zuletzt ein nicht zu unterschätzender Rankingfaktor für Suchmaschinen. Tipp: Beginne mit einem Basisprofil, bis Du alle Inhalte (Portfolio, Kenntnisse, suche/ biete,…) angelegt hast. Dann wechsle zur Premium-Mitgliedschaft, bis Du mindestens 200 Kontakte geknüpft hast.

Pinterest ist mein persönlicher neuer Hauptkanal in Sachen Social Media. Ich empfinde es als stressfrei. Ja, es macht mir sogar Spaß. 🙂 Der Hauptgrund für meine Pinterest-Begeisterung liegt jedoch darin, dass es eines der nachhaltigsten sozialen Netzwerke ist, die es gibt. Jeder Beitrag, den Du einmal erstellt hast, bringt Dir über Jahre hinweg Traffic auf deine Website! Pinterest ist eine der beliebtesten Suchmaschinen mit einem wachsenden Markt im deutschsprachigen Raum.

YouTube ist (nach Google) die zweitwichtigste Suchmaschine der Welt. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Ein Video sagt mehr als 10.000 Bilder! YouTube ist für das Ranking Deiner Websites enorm wichtig. Und die gehosteten Videos kannst Du vielseitig verwenden.

Googleplus wird nachwievor von vielen unterschätzt. Es ist ein großer Marktplatz, der im deutschsprachigen Raum stetig wächst. Bilder und Videos sind hier hauptsächlich gesucht, doch auch Texte werden interessiert gelesen. Googleplus ist ein wichtiger Faktor beim Ranking Deiner Website.

Twitter der Kurznachrichtensender, für den so oft schon verfrühte Grabesreden gehalten wurden. Du kannst dieses Netzwerk sowohl direkt nutzen, als auch durch automatisierte Mit-Postings, wenn Du Dich auf anderen Plattformen tummelst. Ich rate Dir zu einer Kombination aus beiden Varianten. Twitter ist ein wichtiger Faktor beim Ranking Deiner Website, denn seine Beiträge stehen für Aktualität. Und Suchmaschinen lieben Neuigkeiten!

Facebook ist und bleibt (zumindest mittelfristig) eine wichtige Plattform. Das Netzwerk unterstützt Dich auf vielerlei Arten beim Verkauf. Du kommst (noch) nicht drumherum. Außerdem spielt Facebook eine wichtige Rolle beim Ranking Deiner Website. Dennoch soltest Du Dir sehr genau überlegen, wie viel Deiner Kraft Du in dieses Netzwerk steckst und wie Du es nutzt. Tipp: Bekomme mit Deinem privaten Profil ein Gefühl für Facebook, dann erst erstelle Fanpages und Gruppen. Wichtig: Nutze die Möglichkeiten von Videos, denn Facebook wandelt sich, meiner Meinung nach, innerhalb der nächsten 10 Jahre (also bis 2028) in eine Plattform für Videos. Live-Game-Events und Reality-Shows.

Du hast nun einen kleinen Überblick an der Hand. Überprüfe als erstes, welche der sozialen Netzwerk zu Dir am besten passt. Dann schau Dir an, welche von Deiner (Hauptzielgruppe) in welcher Form gerne genutzt werden. Und dann leg los! Beginne damit, Dir Deine Profile zu erstellen und die Netzwerke und ihre Eigenarten kennenzulernen (oder mach Dir das Leben noch einfacher und buche dazu ein Coaching bei mir). Dann erstellst Du Deine Marketing- und Contentpläne et voilà, es läuft! 😉

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